Lichuan

in Hubei


Nein, der Ausflug war sicherlich kein Griff in die Kloschüssel. Trotzdem konnte ich mir dieses Bild einfach nicht verkneifen. Unser Hotel mit dem passenden Namen Huade (Hua ist das Zeichen für China, De das Zeichen für Deutschland) war angeblich schon das beste Hotel in Lichuan, aber für eine ganze Kloschüssel hat das Geld wohl nicht mehr gereicht. Viel nerviger war dann aber, dass ich zum Duschen über das Klo steigen musste, um in die Dusche zu gelangen, weil die Duschtür auch kaputt war. Es scheint noch niemand auf die Idee gekommen zu sein, dies zu reparieren.


Ein Bild unseres Hotels. Also nein, nicht die Baustelle, wie man nun meinen könnte, sondern das wunderschöne Gebäude rechts nebenan. Soviel als kurze Einführung in einen netten Ausflug nach Lichuan mit der ganzen SLZ Truppe.


Tag 1: Freitag, Anreise

Mit einem gemieteten Bus sind wir um 14:30 in Chongqing losgefahren und vier Stunden später in dem Ort Lichuan in der benachbarten Provinz Hubei angekommen. Lichuan ist eine recht unscheinbare Kleinstadt und dient hauptsächlich als Ausgangspunkt für Exkursionen zu den anliegenden Sehenswürdigkeiten. Nach dem Einchecken ging es dann sofort zum Essen. Eine erste Möglichkeit, um die leckeren lokalen Spezialitäten zu probieren. Ein interessantes Konstrukt war das Gasrohr, welches aus der Wand kam und durch das Zimmer bis unter den Tisch verlief und welches als Heizung fungierte. Da es auch schon im November recht kalt war, konnten wir uns von der Effektivität dieser Heizung sehr schnell überzeugen lassen, denn nach nur ein paar Minuten erwärmte sich das Zimmer und verwandelte sich in eine Sauna.  

Die (nicht ganz vollständige)  Mannschaft beim Essen. Mir hat das Essen in Hubei sehr geschmeckt, vielleicht sogar besser als das Essen in Chongqing. Über diesen Kommentar waren meine Lehrer aus Chongqing allerdings nicht so glücklich, denn in China hält grundsätzlich jeder das Essen aus seiner eigenen Provinz für das beste und jede Diskussion erweist sich als völlig sinnlos. Auf jeden Fall ist das Essen in Hubei ähnlich scharf wie in Chongqing.

Nach dem Essen ein Verdauungsspaziergang durch die 'Weltmetropole' Lichuan.


Tag 2: Samstag - Staiway To Hell

Den ersten Tag als anstrengend zu bezeichnen, wäre die Untertreibung des Jahres. Das Gebirge in der Region Enshi ist zwar sehr schön, aber ganz bestimmt nicht geeignet für einen lockeren Sonntagsspaziergang. Ganze vier Stunden lang sind wir fast ausschliesslich Stufen hochgestiegen bis auf eine Höhe von über 1200 Metern. Bereits nach den ersten Metern waren einige unserer Lehrer völlig am Ende, doch da ging es gerade erst los...

Stöhn....keuch.....

Ein Bild von einer der vielen Aussichtsplattformen.

Und ein weiteres Gruppenphoto. Zum Glück war es nicht heiss, denn im Sommer wäre es wirklich mörderisch gewesen.

Nichts für schwache Nerven. Ein Teil des Weges bestand aus einem in die Steilwand eingebauten Holzweg, der wirklich sehr abenteurlich war und Menschen mit Höhenangst nicht zu empfehlen ist.

 Cliffhanger. Der Weg war nicht etwa auf einem Felsvorsprung gebaut, sondern hing wirklich nur in der Luft . Unter einem ging es locker ein paar hundert Meter nach unten. Ich habe immer noch nicht ganz verstanden, wie man so etwas überhaupt bauen konnte, aber die Arbeiter, die das gemacht haben, sind nicht zu beneiden. Über den Aspekt Sicherheit wollte glaube ich keiner so richtig nachdenken....

Bis hierher....und keinen Schritt weiter!


Tag 2: Sonntag, Höhlen

Am zweiten Tag hatten wir Pech mit dem Wetter, es regnete den ganzen Tag. Dies war jedoch kein so grosses Problem, da bei uns der Besuch einer grossen Höhle auf dem Programm stand und wir somit wetterunabhängig waren. Hier ein weiteres Gruppenphoto vor dem Eingang zu dem Besucherpark. 

Vorher durften wir diese nette Brücker überqueren.

Die Höhle hat eine Länge von 5 Kilometern. Man kann sie entweder zu Fuss erkunden, oder die Strecke mit einem  Touribus abfahren. Die Höhle war wirklich extrem gross und lang. Persönlich haben mir aber die Tropfsteinhöhlen in Wulong, Chongqing besser gefallen. Diese sind zwar kleiner, dafür aber schöner. 

Angeblich soll man mit dem Hubschrauber durch die Höhlen fliegen können, was angesichts der Deckenhöhe als sehr plausibel erscheint.

In der Höhle gab es zwei Shows für Touristen. Bei der ersten handelte es sich um eine Lasershow.

Und bei der zweiten Show handelte es sich um eine traditionelle und aufwendig inszenierte Tanzvorstellung. Meinen beiden deutschen Kollegen hat diese nicht so gefallen, ich fand sie aber recht schön.