Shanghai Expo

2010


Über den Sinn einer Weltausstellung im 21. Jahrhundert lässt sich sicherlich streiten. Muss man ja aber auch nicht so eng sehen. Die Weltausstellung war und ist (heutzutage erst Recht) sicherlich nicht mehr als ein grosser Rummel, aber deswegen immer noch recht interessant und unterhaltsam. Das Motto 'Better City, Better Life' diente als Thema, wurde allerdings nur teilweise und auf recht unterschiedliche Art umgesetzt.

 

Da ich aufgrund des Zeitdrucks und des enormen Andrangs leider nur einen Bruchteil der Pavillions von innen sehen konnte, beschränkte ich mich auf den Besuch einiger weniger (eher kleinen) Pavillions. Dafür habe ich das gesammte Expo-Gelände einmal abmarschiert.  Auch das war sehr interessant, weil das Aussendesign der Pavillions oft interessanter war als das, was einem innen geboten wurde. Die meisten Länder haben sich doch wirklich  Mühe gegenen mit originellen uind interessanten Pavillions aufzutrumpfen. Ein kleiner Überblick.   


Nichts Neues im Osten

Bahnbrechende neue Erfindungen oder das Zurschaustellen von neuen Technologien, was man ja auf einer Weltausstellungen vermuten würde, sucht man hier meist vergeblich. Die meisten Länder vermarkten sich selber und preisen ihre kulturellen und geschichtlichen Errungenschaften der Vergangenheit an. Wie hier im Kroatien-pavillion geschieht dies oft mithilfe von grossen Videoanimationen.  


Der Afrika-Pavillion

Die meisten afrikanischen Staaten haben sich in einer riesigen 'Afrika-Halle' den Besuchern präsentiert. Wohl aus Geldmangel bestanden die meisten Mini-Pavillions aus kleinen Verkaufsständen, an denen man afrikanische Produkte, vor allem Schmuck und Kleidung, aber auch Datteln, Früchte und andere Lokalitäten kaufen konnte.   


Der Zentral- und Südamerika Pavillion

Auch die Länder Zentral- und Südamerikas: unter einem Dach. Allerdings schon etwas repräsentativer als der (viel grössere) Afrika Pavillion. 


Der China-Pavillion

Im Mittelpunkt und über allen anderen erhaben - der chinesische Pavillion. Wie schon die Olympischen Spiele vor zwei Jahren ist die Expo ein Symbol für der Aufstieg China's zu einer Weltmacht.


China feiert sich selber. Im China-Pavillion stellen die verschiedenen Provinzen sich einzeln vor. Hier im Chongqing-Bereich ein grosses Stadtmodell in Miniaturform.


Schlangen, Schlangen, Schlangen...

Im Bild unten der sehr imposante Italien Pavillion. Zu sehen auch sind die extrem langen Schlangen, rechts unten im Bild. Fast alle grossen Pavillions hatten Wartezeiten von zwischen einer und zwei Stunden! Deshalb habe ich um die meisten Pavillions dann auch einen grossen Bogen gemacht und werde diese dann gezielt etwas später im Jahr nochmal besuchen.


Der englische Pavaillion

Sehr problemlos und schnell war hingegen der Besuch im britischen Pavilion, welcher auch einer der originellsten auf der ganzen Expo war. Das Photo ist im übrigen nicht verwackelt.


Der deutsche Pavillion

Der deutsche Pavilion war einer der beliebtesten auf der Expo. Das bedeutete leider, dass man auch hier sehr lange anstehen musste. Die zwei Stunden waren es mir dann nicht Wert.


Allerdings war die Expo auch die letzte Station von 'DuC' (Deutschland und China - Gemeinsam in Bewegung), einer zweijährigen Marketingoffensive Deutschland's in China, einer Art Roadshow mit Ausstellungen, Konzerten und kulturellen und wirtschaftlichen Begegnungen in verschiedenen Städten China's, unter anderem in Nanjing, Guangzhou und Chongqing. 


Der saudische Pavillion

Tja, und wenn ein Land einfach zuviel Geld hat, dann kommt so etwas dabei heraus: ein monströsses, mit Palmen bedecktes 'Super-UFO'. Der Pavillion von Saudi-Arabien. Ein Besuch in diesem Pavillion steht auch noch auf meiner Liste.  


Und danach? Einige der ganz grossen Gebäude werden sicherlich auch nach der Expo eine Verwendung finden.


Naher Osten und Südostasien

Auch die Länder des Nahen Ostens und Südostasiens haben sich sehr viel Mühe gegeben bei dem Design der Pavilions.   


Ich möchte nicht wissen, wieviele Kilometer ich an einem Tag zurückgelegt habe. Nach dem Abschreiten des ganzen Geländes auf der Pudong-Seite ging es dann mit dem Boot auf die Puxi-Seite. Die Ausstellunsgfläche hier ist weitaus kleiner, mit einem Fokus auf Firmen-Pavilions und Städte-pavilions.  


Überquerung des Huangpu Flusses

Ein Blick vom Boot zurück auf die Pudong Seite, mit dem grossen China-pavilion im Hintergrund.


Das Hamburg Haus

Im 'Hamburg House' fühlte man sich dann fast wie zu Hause. Die Bilder der Alster, des Hafens und anderer bekannter Stätten waren dann ein netter Abschluss meines Expo Besuches.


Schöne Abendbeleuchtung

Auch am Abend sehr schön: die Beleuchtung der Pavillions auf der Puxi-Seite.